Porträtaufnahme von Ľubica Cekovská

Ľubica Čekovská

Biographie

Ľubica Čekovská wurde 1975 in Humenne geboren. In den Jahren 1993-1998 studierte sie Musiktheorie an der Akademie der Darstellenden Künste und Komposition bei Professor Dušan Martinček. Während ihres Postgraduiertenstudiums an der Royal Academy of Music in London setzte sie ihr Kompositionsstudium bei Prof. Paul Patterson fort und nahm an Kursen bei Robert Saxton, Thomas Adès, Arvo Pärt und Harrison Birtwistle teil. Sie wurde mit dem Cuthbert Nunn Composition Prize of the Royal Academy of Music (1998), Lewerhulme Award (1999), dem Elsie Owen Prize (1999) der Royal Academy of Music, dem Stipendium der ISH Foundation Scholarship from H.R.H. Queen Elizabeth, the Queen Mother (1998–2000) und dem Ján-Levoslav-Bella-Preis (2004, Slowakischer Musikfonds) ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis der Stiftung Tatra banka für 2013 und am 6. Juli 2021 eine weitere Auszeichnung, den Preis des slowakischen Kulturministers für 2020. Bei der Entscheidung über diesen Preis wurden zwei ihrer Opern, „Dorian Gray“ und „Impresario Dotcom“, besonders hervorgehoben. Im Jahr 2023 erhielt sie den DOSKY-Preis in der Kategorie Außergewöhnliche Leistung des Jahres für ihre Autorenschaft an der Oper „Impresario Dotcom“. Für das Jahr 2023 wurde sie mit dem Preis der Selbstverwaltungsregion Prešov (PSK) für ihren einzigartigen Beitrag im Bereich der Kultur und Musikkunst in der Slowakei und für außergewöhnliche Ergebnisse mit internationaler Ausstrahlung ausgezeichnet.

Ihre Werke wurden bei großen Festivals für zeitgenössische Musik aufgeführt. Im Jahr 2009 wurde ihre Komposition „Turbulence“ für die Aufführung auf dem ISCM World New Music Days Festival in Schweden ausgewählt. Im selben Jahr komponierte sie ihre erste abendfüllende Oper „Dorian Gray“ im Auftrag des Slowakischen Nationaltheaters nach einem Libretto von Kate Pullinger, inszeniert von Nicola Raab, musikalische Leitung: Christopher Ward, die 2013 in Bratislava erfolgreich uraufgeführt wurde; die Uraufführung war Teil der ISCM World Music Days in der Slowakei. In der Saison 2010/2011 war sie Composer-in-Residence bei der Philharmonie Altenburg-Gera.

2018 wurde sie vom Chor des Bayerischen Rundfunks beauftragt, für ihn „Drei Fragmente aus Stabat Mater“ zu schreiben, die zusammen mit Dvořáks Stabat Mater im Prinzregententheater in München unter der Leitung des von Howard Arman aufgeführt wurden.

Im Jahr 2019 wurde sie Assistenzprofessorin und später außerordentliche Professorin an der Jan-Albrecht-Akademie für Musik und Kunst in Banská Štiavnica (HUAJA).

Ihre zweite abendfüllende Oper, die Opera buffa „Impresario Dotcom“ Fassung für Bregenz, mit einem Libretto von Laura Olivi, inszeniert von Elisabeth Stöppler, dirigiert von Christopher Ward, wurde 2020 bei den Bregenzer Festspielen erfolgreich uraufgeführt und aufgrund der Covid-19-Auflagen von ursprünglich 120 Minuten auf 90 Minuten gekürzt.

Die slowakische Erstaufführung von „Impresario Dotcom“ fand 2023 im Slowakischen Nationaltheater in Bratislava statt.

Im Jahr 2021 erhielt sie von der Janáček-Oper in Brünn den Auftrag, eine abendfüllende Oper nach dem Kultroman „Orlando“ von Virginia Woolf zu schreiben. Die Oper „Here I am, Orlando“ basiert auf dem englischen Libretto von Viktoria Knotkova, inszeniert von Jiří Heřman, dirigiert von Róbert Kružík. Die Premiere fand am 14. Juni 2024 an der Janáček-Oper in Brünn statt.

Derzeit arbeitet sie an mehreren Auftragswerken, einer neu erarbeiteten Oper „Judina“ für das Nationaltheater in Košice und einem Auftragswerk für ein großes Sinfonieorchester zum 75-jährigen Bestehen der Slowakischen Philharmonie in Bratislava, „Maison de la Musique en sept périodes“, das am 24. Oktober 2024 uraufgeführt wurde.

Die Oper „Dorian Gray“ wird 2025-26 im Eduard von Winterstein Theater in Annaberg Buchholz ihre deutsche Erstaufführung erleben.

Die Autorin wird von der deutschen Bärenreiter Verlagsgruppe vertreten.

Kürzlich wurde ihre Oper „Here I am Orlando“ für den diesjährigen World Premiere Award – International OPERA AWARDS nominiert.

Aufführungen

Komponist VornameKomponist NachnameTitelDatumOrchesterDirigentOrtInfo
ThomasAdèsKlavierkonzert24.06.2026Kirill Gerstein (Klavier), Tonhalle OrchesterThomas AdèsZürich (Tonhalle)
Wolfgang AmadeusMozartIdomeneo 26.06.2026Chelsea Opera GroupPaul WingfieldLondon (Cadogan Hall)konzertant
FrankMartin Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella26.06.2026Rias KammerchorPeter DijkstraBerlin (Philharmonie)
Peter I.TschaikowskyEugen Onegin26.06.2026Lidiya Yankovskaya, Regie: Max Webster Hampshire (The Grange Festival) Premiere
Wolfgang AmadeusMozartDie Entführung aus dem Serail 27.06.2026Thomas Guggeis, Regie: Andrea MosesBerlin (Staatsoper Unter den Linden)Premiere
HectorBerliozMesse solennelle02.07.2026Orchestre National de FranceDinis SousaParis (Maison de la Radio)
Wolfgang AmadeusMozartDie Zauberflöte 02.07.2026Leonardo Garcia Alarcon, Regie: Clément CogitoreAix-en-Provence (Festival)Premiere
AntonBruckner8. Symphonie 04.07.2026Bruckner Orchester LinzPhilippe JordanSt. Florian (Basilika)
Georg FriedrichHändelAriodante04.07.2026Les Talens LyriquesChristophe RoussetBeaune (Festival Baroque, Hotel-Dieu)
Wolfgang AmadeusMozartIdomeneo 04.07.2026Felix Pätzold, Regie: Immo KaramanKielPremiere
GeorgeBenjaminThree Consorts 05.07.2026Deutsches Symphonie-Orchester BerlinKent NaganoKlütz (Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Schloss Bothmer)weitere Termine
JosephHaydnDie Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz05.07.2026Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-PfalzMichael FrancisSpeyer (Gedächtniskirche)
GiselherKlebeMignon07.07.2026Detmolder KammerorchesterStanley DoddsDetmold (Hochschule für Musik)
CamilleSaint-SaënsSamson et Dalila09.07.2026Slovenian PhilharmonicCharles DutoitCankarjev (Gallus Hall)
AntonBruckner7. Symphonie 12.07.2026Staatsorchester StuttgartLothar ZagrosekStuttgart (Liederhalle)
PhilippMaintzchoralvorspiel XXXVII (so nimm denn meine hände) für orgel solo15.07.2026Martin Kückes (Orgel)Templin (Maria-Magdalenen-Kirche)
HectorBerliozHarold en Italie16.07.2026Schleswig-Holstein Festival OrchestraAndrew ManzeElmshorn (Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival)weitere Termine
Wolfgang AmadeusMozartLa clemenza di Tito19.07.2026Adrian Kelly, Regie: Corina WürschBuxton (International Festival, Opera House)Premiere
PhilippMaintzjag die hunde zurück!20.07.2026Accademia Musicale ChigianaLorenzo DonatiSiena (Chiesa della Ss. Annunziata)
Antonín DvorákRusalka23.07.2026Petr Popelka, Regie: Martin Kusej München (Münchner Opernfestspiele)
Georges BizetCarmen, Fassung 187425.07.2026Fabio Luisi, Regie: Denis KriefMartina Franca (Festival della Valle d’Itria)Szenische Erstaufführung
PhilippMaintzchoralvorspiel XXXVII (so nimm denn meine hände) für orgel solo25.07.2026Martin Kückes (Orgel)Berlin-Spandau (Orgelsommer, St. Nikolai)
VáclavTrojanMärchen26.07.2026Heilbronner Sinfonie Orchester Alois SeidlmeierHeilbronn (Deutschhof)
GeorgesBizetCarmen26.07.2026Teodor Currentzis, Regie: Gabriela Carrizo (Peeping Tom)Salzburg (Salzburger Festspiele)Premiere
JulesMassenetWerther29.07.2026Orchestre Symphonique de la MonnaieAlain AltinogluSalzburg (Salzburger Festspiele)
DieterAmmannViola Concerto „No templates“31.07.2026Studierende der OrchesterakademieLü JiaLugano (Palazzo dei Congressi)
Wolfgang AmadeusMozartDie Entführung aus dem Serail31.07.2026Evan Rogister, Regie: David McVicarGlyndebourne (Opera Festival)Premiere
L'ubicaCekovskaMaison de la musique en sept périodes01.08.2026Japan Century Symphony OrchestraAndreas OttensamerOsaka
Wolfgang AmadeusMozartLucio Silla 02.08.2026Mozarteum OrchesterAdam FischerSalzburg (Salzburger Festspiele)
Christoph WillibaldGluckLe Cinesi06.08.2026Collegium 1704Václav LuksCesky Krumlov
JosephHaydnDie Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz06.08.2026Le Concert d’AstréeEmmanuelle HaimSalzburg (Salzburger Festspiele)
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte06.08.2026Joana Mallwitz, Regie: Christof LoySalzburg (Salzburger Festspiele)Premiere
PhilippMaintzchoralvorspiel XXXII (wer nur den lieben gott läßt walten) für orgel solo06.08.2026Angela Metzger (Orgel)München (St. Markus)
Andreas N.TarkmannWesendonck-Lieder 06.08.2026Catherine Foster (Sopran), Mitglieder des Orchesters der Bayreuther FestspieleBayreuth (Festspiele)auch 11.8.
Andreas N.TarkmannKönig Karotte09.08.2026Mattias Straub (Erzähler), Orchester der Sommeroperette HeldrittManuel Grund Bad Rodach (Waldbühne Heldritt)
AntonioSalieriCublai, gran Kan de’ Tartari10.08.2026Orchestra Haydn di Bolzano e TrentoStefano FerrarioLa Villa (Badia)weitere Termine
HectorBerliozGrande messe des morts15.08.2026London Symphony Chorus and OrchestraAntonio PappanoLondon (Proms, Royal Albert Hall)
Wolfgang AmadeusMozartDon Giovanni16.08.2026Scottish Chamber Chorus and OrchestraMaxim EmelyanychevEdinburgh (International Festival)konzertant
HectorBerliozGrande messe des morts19.08.2026Orquesta Sinfónica de BilbaoErick NielsenSan Sebastian (Musikfestivals Quincena, Auditorio Kursaal)
Wolfgang AmadeusMozartLa finta giardiniera20.08.2026Massimiliano Caldi, Regie: Maria SartovaDanzigPremiere
Bernd AloisZimmermannMusique pour les soupers du Roi Ubu20.08.2026Orchestre des Jardins MusicauxValentin ReymondCernier
BeatFurrerCanti della tenebra, In mia vita da vuolp, Presto für Flöte und Klavier, Melodie für Flöte solo, Studie für Klavier 26.08.2026Elina Viluma-Helling (Sopran), Cornelia Sonnleithner (Alt), Maria Iazia (Klavier) Iva Kovac (Flöte), Gerald Preinfalk (Saxophon)St. Gallen (Burg Gallenstein)
JosephHaydnOrlando Paladino28.08.2026Orfeo OrchestraGyörgy VashegyiFertöd (Haydneum Concerts at Esterházy Palace)
GustavHolstThe Planets03.09.2026Robert Schumann PhilharmonieBenjamin ReinersChemnitz
AntonBruckner4. Sinfonie08.09.2026Staatskapelle BerlinChristian ThielemannBerlin (Philharmonie)
JulesMassenetWerther11.09.2026Marie Jacquot, Regie: Tatjana GürbacaKopenhagenPremiere
Andreas N.TarkmannDie verlorene Melodie 12.09.2026Staatskapelle WeimarWeimar (Theaterfest)
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte12.09.2026Sebastiano Rolli, Regie: Martina GredlerMagdeburg Premiere
RégisCampoLumen13.09.2026Stuttgarter PhilharmonikerRémy BallotBesancon (Festival de Musique)
ArnoldBaxOctet14.09.2026Ensemble KontrapunkteGottfried RablWien (Musikverein)
DieterAmmannBoost16.09.2026Tonhalle-OrchesterPaavo JärviZürich (Tonhalle)
AntonBruckner3. Symphonie 17.09.2026Essener PhilharmonikerBertrand de BillyEssen (Alfried Krupp Saal)
AntonBruckner8. Symphonie in c-Moll17.09.2026GewandhausorchesterHerbert BlomstedtLeipzig (Gewandhaus)
AmbroiseThomasHamlet18.09.2026Michael Schönwandt, Regie: Krzysztof WarlikowskiParis (Opéra National)Premiere
Wolfgang AmadeusMozartLe nozze di Figaro 19.09.2026Andreas Wolf, Regie: Walter SutcliffeHallePremiere
DieterAmmannViolation20.09.2026Tonhalle-OrchesterJulia KurzydlakZürich (Tonhalle)
PhilippMaintzchoralvorspiel XXXIII (in te domine speravi) für orgel solo20.09.2026Roman Summereder (Orgel)Hannover (Nazarethkirche)Uraufführung
PhilippMaintzchoralvorspiel VIII (aus tiefer not schrei ich zu dir), choralvorspiel XL (te deum laudamus), choralvorspiel XLVI (morgenglanz der ewigkeit), choralvorspiel LI (kyrie XI, orbis factor) 23.09.2026Hansjörg Albrecht (Orgel)Berlin (Kathedrale St. Hedwig)Uraufführung (choralvorspiel VIII)
Wolfgang AmadeusMozartMitridate, re di Ponto 24.09.2026Riccardo Frizza, Regie: Claus GuthNeapelPremiere
MatthiasPintscherNUR25.09.2026Inon Barnatan (Klavier), Utah SymphonyMatthias PintscherSalt Lake City (Abravanel Hall)
JulesMassenetWerther25.09.2026Jakub Przybicien, Regie: Matthias KitterNordhausenPremiere
HectorBerliozLa damnation de Faust26.09.2026Johannes Braun, Regie: Lorenzo FioroniGrazPremiere
AndersHillborgCello Concerto26.09.2026Ariel Barnes (Cello), Nürnberger SymphonikerJonathan DarlingtonNürnberg (Meistersingerhalle)
ArnoldBaxTintagel28.09.2026Philharmonisches Orchester Bremerhaven Florian LudwigBremerhaven
BeatFurrerNeues Werk (2026) für Bass & Baritonsaxophon29.09.2026Ulfried Staber (Bass), Gerald Preinfalk (Saxophon)Graz (BRUSEUM/Neue Galerie)Uraufführung
Wolfgang AmadeusMozartZaide 30.09.2026George Petrou, Regie: David HermannFrankfurt Premiere
AntonBruckner7. Symphonie 01.10.2026Orchestra del Maggio Musicale FiorentinoThomas GuggeisFlorenz
GeorgesBizetCarmen02.10.2026Michele Spotti, Regie: Ted HuffmanValencia (Palau de les Arts Reina Sofia)Premiere
Wolfgang AmadeusMozartIdomeneo 02.10.2026Stefan Vladar, Regie: Philipp HimmelmannLübeckPremiere
UmbertoGiordanoAndrea Chénier03.10.2026Daniel Cohen, Regie: John DewDarmstadtPremiere
Pietro Mascagni /Ruggero LeoncavalloCavalleria Rusticana/Pagliacci31.10.2026Sebastian Lang-Lessing, Regie: Pamela RecinellaHagenPremiere
Peter I.TschaikowskyDornröschen03.10.2026Carlo Benedetto Cimento, Choreographie: Reginaldo OliveiraPalermo (Teatro Massimo)Premiere
FromentalHalévyLa Juive03.10.2026Felix Bender, Regie: Marco StormanUlmPremiere
AntonBruckner5. Symphonie04.10.2026Philharmonia OrchestraHerbert BlomstedtLondon (Royal Festival Hall)
JacquesOffenbachLes contes d'Hoffmann04.10.2026Sejoon Park, Regie: Anja NicklichKoblenzPremiere
Georg FriedrichHändelAlcina06.10.2026Emmanuelle Haim, Regie: Ewelina MarciniakLillePremiere
Georg FriedrichHändelAlcina09.10.2026Orchestra del Teatro di San CarloIván López-ReynosoNeapel (Teatro di San Carlo)konzertant
Peter I.TschaikowskyEugen Onegin10.10.2026Hermes Helfricht, Regie: Matthew FerraroErfurtPremiere
BeatFurrerHerbst, Enigma I-IV & VI, Enigma V, Enigma VII10.10.2026Cantando AdmontCordula BürgiGraz (Helmut List Halle)
Georg FriedrichHändelOttone11.10.2026Václav Luks, Regie: Jetske MijnssenFrankfurtPremiere
Wolfgang AmadeusMozartLe nozze di Figaro 13.10.2026Pablo González, Regie: Marta PazosTeneriffa (Auditorio)Premiere
Georg FriedrichHändelRiccardo primo, Re d’Inghilterra 14.10.2026Les Arts FlorissantsPaul AgnewDijon (Grand Théatre)weitere Termine
Andrea LorenzoScartazziniTorso - Epitaph14.10.2026Luzerner SinfonieorchesterMichael SanderlingLuzern (KKL)
BeatFurrerKonzert für Klavier und Orchester15.10.2026Orquesta Sinfónica de l'ESMUCErnest Martínez IzquierdoBarcelona
GioachinoRossiniIl barbiere di Siviglia15.10.2026Chloe Rooke, Regie: Annabel ArdenGlyndebourne (Opera Festival)Premiere
Bernd AloisZimmermannMusique pour les soupers du Roi Ubu15.10.2026Münchner PhilharmonikerAnja BihlmaierMünchen (Isarphilharmonie)
TorstenRaschDie wunderbaren Jahre16.10.2026Christian Blex, Regie: Nora BusseniusDresden Premiere
AntonBruckner5. Symphonie17.10.2026NHK Symphony OrchestraHerbert BlomstedtTokio (NHK Hall)
SalvatoreSciarrinoGesualdo senza parole17.10.2026Klangforum WienSylvain CambrelingWien (Konzerthaus)
CharlesGounodFaust20.10.2026Daniele Rustioni, Regie: Johannes ErathMailand (Teatro alla Scala)Premiere
DieterAmmannViola Concerto „No templates“23.10.2026John Stulz (Viola), Ensemble IntercontemporainGeorge BenjaminParis (Cité de la Musique)
Georg FriedrichHändelFlavio, Re de’ Langobardi 23.10.2026Camille Delaforge, Regie: Max Emanuel CencicMeiningenPremiere
Georg FriedrichHändelSemele 23.10.2026Orchestra e Coro del Teatro Comunale di Bologna Rinaldo AlessandriniBologna (Teatro Comunale)konzertant
BenjaminBrittenYoung Apollo24.10.2026Camerata BernAlexander MelnikovBern (Zentrum Paul Klee)
Georg FriedrichHändelSemele 25.10.2026Orchestra, Coro e Tecnici del Teatro Comunale di BolognaRinaldo AlessandriniBologna (Teatro Comunale)
MatthiasPintscherAssonanza29.10.2026Leila Josefowicz (Violine), Royal Stockholm Philharmonic OrchestraMatthias PintscherStockholm (Konserthuset)
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte29.10.2026N.N., Regie: Nilufar K. MünzingKlagenfurtPremiere
DieterAmmannglut30.10.2026Estonian National Symphony OrchestraGregor A. MayrhoferTallinn (Festival AFEKT, Estonia Concert Hall)
Peter I.TschaikowskySchwanensee31.10.2026Camerata Louis SpohrBernd Peter FugelsangDüsseldorf
Pietro Mascagni /Ruggero LeoncavalloCavalleria Rusticana/Pagliacci31.10.2026N.N., Regie: Neil Barry MossCoburg (Globe)Premiere
DieterAmmannTurn04.11.2026Tonhalle-OrchesterPaavo JärviZürich (Tonhalle)auchh 5./6.11.
AntonBruckner4. Symphonie 06.11.2026Bamberger SymphonikerJakub HrusaBrünn (Janácek-Theater)
DieterAmmannglut06.11.2026hr-SinfonieorchesterMichael WendebergFrankfurt (hr-Sendesaal)
DieterAmmannCore07.11.2026Orchester der Oper ZürichGianandrea NosedaZürich
PietroMascagniCavalleria rusticana07.11.2026N.N., Regie: Gil MehmertDortmundPremiere
BeatFurrerNeues Werk für Orchester07.11.2026Kammerorchester BaselPierre BleuseBasel (Stadtcasino)Uraufführung
EngelbertHumperdinckDornröschen08.11.2026Markus Poschner, Regie: Anna BergmannHamburgPremiere
CamilleSaint-SaënsSamson et Dalila13.11.2026Orchestra e Coro del Teatro Comunale di Bologna Roberto AbbadoBologna (Teatro Comunale)konzertant
BeatFurrera sei voci für 6 Frauenstimmen15.11.2026Cantando AdmontCordula BürgiMünchendorf (Musiksalon)
VáclavTrojanMärchen21.11.2026Kammerorchester der TUDFlorian StreichGroß-Umstadt (Stadthalle)
Wolfgang AmadeusMozartLe nozze di Figaro 21.11.2026Hélio Vida, Regie: Nikolaus HabjanBaselPremiere
HenryPurcellDido and Aeneas21.11.2026Daniel Geiss, Regie: Seollyeon Konwitschny-LeeNeubrandenburgPremiere
Wolfgang AmadeusMozartLa clemenza di Tito 25.11.2026David McVicar, Regie: Bettina NeuhausBarcelonaPremiere
Andreas N.TarkmannDas Mondklavier29.11.2026Beate Bachmann (Sprecherin), Jenaer PhilharmonieJena (Volkshaus)
GiovanniSollimaVioloncelles, vibrez!02.12.2026Münchener KammerorchesterDaniel GiglbergerOlten (Stadttheater)
DieterAmmannGehörte Form - Hommages03.12.2026Trio SolaZürich (Tonhalle)
GeorgesBizetLes Pêcheurs de Perles05.12.2026Marc Minkowski, Regie: Pierre-André WeitzParis (Théâtre des Champs-Elysées)Premiere
Andreas N.TarkmannNils Holgersson06.12.2026Erik Brünner (Sprecher), Jugendsinfonieorchester Heinrich-Schütz-Konservatorium, Dresdner PhilharmonieMilko KerstenDresden (Kulturpalast)auch 7.12.
FrancescoFilideiI funerali dell’anarchico Serantini09.12.2026Studierende der HochschuleKarlsruhe (Hochschule für Musik)
MiroslavSrnkaSmoke10.12.2026NHK Symphony OrchestraMaxim EmelyanychevTokio (Suntory Hall)Uraufführung
Wolfgang AmadeusMozartLe nozze di Figaro 13.12.2026Marta Gardoli?ska, Regie: Jetske MijnssenGenf (Bâtiment des Forces Motrices)Premiere
HectorBerliozLa damnation de Faust17.12.2026Bertrand de Billy, Regie: Lydia SteierWien (Staatsoper)Premiere
JulesMassenetThaïs18.12.2026Pierre Dumoussaud, Regie: Olivier Lepelletier-LeedsLiègePremiere
Georg FriedrichHändelFlavio, Re de’ Langobardi19.12.2026Karsten Januschke, Regie: Tilmann KöhlerFrankfurt (Bockenheimer Depot)Premiere
GeorgesBizetLes Pêcheurs de Perles29.12.2026Victorien Vanoosten, Regie: Mirabelle OrdinaireToulon (Zénith)Premiere
Wolfgang AmadeusMozartThamos, König in Ägypten12.01.2027Orchestra Haydn di Bolzano e TrentoChristophe RoussetBozen (Auditorium)
DieterAmmannglut13.01.2027Tonhalle-OrchesterGianandrea NosedaZürich (Tonhalle)
JulesMassenetWerther16.01.2027Staatsphilharmonie NürnbergChristopher SchumannNürnberg konzertant
RichardDubugnonSonnenring20.01.2027Janine Jansen (Violine), Orchestre de la Suisse RomandeJonathan NottGenf (Victoria Hall)
Georg FriedrichHändelOrlando 21.01.2027Daniel Espasa, Regie: Rafael VillalobosTeneriffa (Auditorio)Premiere
AntonínDvorákRusalka23.01.2027Francesco Angelico, Regie: Vasily Barkhatov GrazPremiere
Christoph WillibaldGluckOrfeo ed Euridice 23.01.2027Eric Staiger, Regie: Aileen SchneiderOldenburgPremiere
GiovanniSollimaWhen We Were Trees24.01.2027Südwestdeutsches KammerorchesterReto BieriPforzheim (CongressCentrum)
Andreas N.TarkmannNils Holgersson24.01.2027Oliver Moumouris (Sprecher), Württembergische PhilharmonieHans GrischkatReutlingen (Georgensaal)
Christoph WillibaldGluckOrfeo ed Euridice 29.01.2027Aapo Häkkinen, Regie: Tero SaarinenHelsinkiPremiere
EngelbertHumperdinckKönigskinder30.01.2027Justus Thorau, Regie: Angela DenokeSaarbrückenPremiere
AntonínDvorákRusalka30.01.2027Jiri Rozen, Regie: Caterina Cianfarini BaselPremiere
Wolfgang AmadeusMozartLe nozze di Figaro 30.01.2027Marco Alibrando, Regie: Marcos DarbyshireWeimar Premiere
Jean-PhilippeRameauLes Boréades05.02.2027Camille Delaforge, Regie: R.B. SchlatherDublin (Irish National Opera)Premiere
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte10.02.2027Thomas Hengelbrock, Regie: Netia JonesLondon (Royal Opera House)Premiere
JulesMassenetWerther11.02.2027Nathalie Stutzmann, Regie: Robert CarsenParis (Opéra National)Premiere
Wolfgang AmadeusMozartDon Giovanni 13.02.2027Gerrit Prießnitz, Regie: Anna-Sophie MahlerInnsbruckPremiere
CamilleSaint-SaënsSamson et Dalila13.02.2027Marco Comin, Regie: N.N.BremerhavenPremiere
Ludwig vanBeethovenFidelio17.02.2027Kensho Watanabe, Regie: Ruth KnightGlasgowPremiere
Georg FriedrichHändelRinaldo22.02.2027Philippe Jaroussky, Regie: Valentina CarrascoParis (Théâtre des Champs-Elysées)Premiere
OliverLeithLast Days27.02.2027André de Ridder, Friedrike Scheunchen, Regie: Lily KuhlmannFreiburgPremiere
BedrichSmetanaDie verkaufte Braut28.02.2027Tómas Netopil, Regie: Laurent PellyKölnPremiere
Wolfgang AmadeusMozartLe nozze di Figaro 05.03.2027Kaspar Zehnder, Regie: Joel LauwersMetzPremiere
Georg FriedrichHändelSerse 06.03.2027Clément Lonca, Regie: Lorenzo FioroniBern Premiere
AmbroiseThomasHamlet07.03.2027Seok-Won Hong, Regie: Nicola BerloffaTeneriffa (Auditorio)Premiere
BohuslavMartinuKonzert Nr. 2 für Violine und Orchester15.03.2027Kirill Kobantschenko (Violine), Sinfonia AcademicaDavid HolzingerWien (Mozartsaal)
Christoph WillibaldGluckIphigénie en Aulide20.03.2027Ivan Demidov, Regie: Jochen BiganzoliAugsburgPremiere

Werke


  •  


    Auf Anfrage / In Vorbereitung

    Ausgewählte Stücke aus der Oper „As Time Goes By“
    – Zeitoper 010 (2005). BA 9382, Partitur und Aufführungsmaterial käuflich (Sonderanfertigung)
    Gemeinschaftskomposition von fünf Komponisten:
    L’ubica Cekovská mit Marius Baranauskas, Age Hirv, Elia Marios Joannou, Sean Reed
    Die von L’ubica Cekovská komponierten Teile der Oper:
    1. Aria of Exhaustion
    (Trompete und Bassbariton). 4–5 Minuten
    2. Polyphone Utopie
    (Bassbariton). Text Xavier Zuber. Konzept Sven Holm und Malte Ubenauf. 8–9 Minuten
    Uraufführung am 29. September 2005 in Hannover (Auftragswerk der Staatsoper Hannover): Hans-Peter Scheidegger (Bassbariton), Jochen Dittmann (Trompete), Mitglieder des Staatsorchesters Hannover, Leitung Johannes Harneit







  •  


    Auf Anfrage / In Vorbereitung

    Fractal
    für Kammerorchester (2000). BA 9763, Partitur und Aufführungsmaterial leihweise (auf Anfrage)
    Besetzung: 1 (Picc), 0, 1, 1 – 0, 0, 0, 0 – Klav – Str (mindestens 6, 6, 4, 4, 2) / 8 Minuten 30 Sekunden
    Uraufführung 2000 in London (Auftragswerk des Spitalfield Festivals London): Manson Ensemble, Leitung Simon Bainbridge

    Shadow Scale
    für Orchester (2005). BA 9764, Partitur und Aufführungsmaterial leihweise (auf Anfrage)
    Besetzung: 2 (1. auch Picc), 2, 1, BKlar, 2 – 2, 2, 0, 0 – Schlg (2) – Str (mindestens 6, 6, 4, 4, 2) / 10 Minuten
    Uraufführung am 12. März 2006 in Amiens (Auftragswerk des L’Orchestre de Picardie für das Europäische Projekt „The One“): Štátny komorný orchester Zilina (Staatliches Kammerorchester Zilina), Leitung Oliver von Dohnányi

  •  


    Auf Anfrage / In Vorbereitung

    Interrupted Line
    für 11 Musiker (2006). BA 9766, Partitur und Aufführungsmaterial leihweise (auf Anfrage)
    Besetzung: 1 (auch Picc), 1, 1 (auch BKlar), 0 – 1, 0, 1, 0 – Vib – 2, 1, 1, 1 / 8–9 Minuten
    Uraufführung im November 2006 in vier europäischen Städten – Ostrava, Těšín (Polen), Paris, Bratislava: Ostravská banda, Leitung Petr Kotík


  •  


    Auf Anfrage / In Vorbereitung

    Kuckucks Winterlied
    für vier Violoncelli (2004–2005). 10 Minuten. BA 9767, Partitur und Aufführungsmaterial leihweise (auf Anfrage)
    Uraufführung am 6. Mai 2006 in Paris: Jozef Lupták, Jirí Bárta, Aleksandra Ohar, Tamás Mérei

    In Conversation
    für Akkordeon und Violoncello (2006). 7–8 Minuten. BA 9379, käuflich (Sonderanfertigung)
    Uraufführung im November 2006 in Bratislava, Epoche Festival: Eugen Prochác (Violoncello) und Rajmund Kákony (Bayan)

    Lux in tenebris
    für Trompete und Orgel (2007). 10 Minuten. BA 9381, käuflich (Sonderanfertigung)
    CD-Einspielung (Diskant 2008, DK 0106-2131): Diela pre trúbku a organ [Werke für Trompete und Orgel]: Juraj Bartoš (Trompete) und Ján Vladimír Michalko (Orgel)


  •  


    Auf Anfrage / In Vorbereitung

    Four movements
    for piano (2012). ca. 10 Minuten. BA 11023, in Vorbereitung
    Uraufführung am 26. Mai 2013 in Prag: Garrick Ohlsson

    Sonata Tensiona
    für Klavier (2009). 11 Minuten. BA 9384, in Vorbereitung (Sonderanfertigung)

  • Ausgewählte Stücke aus der Oper „As Time Goes By“
    – Zeitoper 010 (2005). BA 9382, Partitur und Aufführungsmaterial käuflich (Sonderanfertigung)
    Gemeinschaftskomposition von fünf Komponisten:
    L’ubica Cekovská mit Marius Baranauskas, Age Hirv, Elia Marios Joannou, Sean Reed
    Die von L’ubica Cekovská komponierten Teile der Oper:
    1. Aria of Exhaustion
    (Trompete und Bassbariton). 4–5 Minuten
    2. Polyphone Utopie
    (Bassbariton). Text Xavier Zuber. Konzept Sven Holm und Malte Ubenauf. 8–9 Minuten
    Uraufführung am 29. September 2005 in Hannover (Auftragswerk der Staatsoper Hannover): Hans-Peter Scheidegger (Bassbariton), Jochen Dittmann (Trompete), Mitglieder des Staatsorchesters Hannover, Leitung Johannes Harneit

Interview

Absolut gefüllte Zeit

Ein Gespräch mit der slowakischen Komponistin Ľubica Čekovská

Sie sind „Jazzmusikerin“. Was haben Jazz und Musik der Gegenwart gemeinsam – auch auf der tiefsten Ebene von Denken, Fühlen und Schaffen? Und noch weiter: was haben alle Arten von Musik gemeinsam?

Ľubica Čekovská: Nein, ich bin keine Jazzmusikerin. Ich meine, die Beschäftigung mit Jazz verlangt eine andere Art von musikalischem Denken. Ich spiele im Orchester Bratislava Hot Serenaders, das sich der authentischen Interpretation von New-Orleans-Jazz widmet. Für mich bedeutet es einen „Genre-Ausflug“, genau wie das Schreiben fürs Theater und Film, aber auf keinen Fall verbinde ich das mit meinem Komponieren von ernster Musik. Es sind für mich zwei gegensätzliche Musikprinzipien. Jazz ist für mich ein „geschlossener Kreis“, ein „Karussell mit einem Thema“, dagegen stellt eine E-Musikkomposition eine „gedachte Linie“ dar, die irgendwo hinführt, in eine neue und unbekannte Welt. Es ist eine grundsätzlich andere Weise eines abenteuerlichen musikalischen Schaffensweges. Der Unterschied zwischen Jazz und moderner E-Musik liegt eindeutig in ihrer unterschiedlichen Funktion. Eggebrecht unterscheidet in seinem Essay „Die Musik und das Schöne“ zwischen Kunst- und Unterhaltungsmusik. Die erste Art wird zur Existenz für sich selbst bestimmt, ihr Inneres wird durch keine Zweckmäßigkeit oder Ziel beeinflusst, sie ist autonom, frei. Die andere hat ihre deutlich sichtbare Konfigurationen. Obwohl ich ungern diese beiden Welten unter einen Nenner stelle, sind sie durch die magische Fähigkeit verbunden, den Menschen in ihre „Zeitraumgefangenschaft“ zu führen. Das ist an der Musik das Faszinierende, trotz der unterschiedlichen Aussagen.

Sie arbeiten mit Farbe, Dichte und Harmonie in einer besonderen Zeit. Wie sieht Ihr Vorgehen beim Formen der Dramaturgie einer Komposition aus? Wie verarbeiten Sie einzelne Parameter? Gibt es einen, der Sie mehr interessiert als andere?

Soweit es geht, fange ich immer Basis eines Musikimpulses zu schreiben an, einer Idee, manchmal auch einer außermusikalischen Inspiration. Mit dieser Idee arbeite ich lange, an allen ihren Variationsfähigkeiten; ich verstehe sie als eine Zelle mit einer kompletten DNA-Information, daher trenne ich selten die Harmonie vom Rhythmus und von der Form. Ich versuche immer, „mit allen Parametern gleichzeitig an einem einzelnen Parameter“ zu arbeiten. Was die Zeit und die Form betrifft: Ich mag lieber kürzere Kompositionen mit einem absolut ausgenutzten Zeitraum, wobei ich aufhöre, reale Minuten physisch wahrzunehmen und meine ganze Wahrnehmung dem musikalischen Geschehen gehört. Wenn ich plötzlich „aus dem Zug“ herausfalle, entweder wegen einer nicht geglückten Form oder wegen für mich unklarer musikalischer „Geschehnisse“, steige ich mit Schwierigkeiten wieder ein. Aber selbstverständlich kann man es verzeihen, wenn mir die Musik am Ende der Komposition erklärt, wieso es dazu gekommen ist…
Deshalb bedeutet meine Aufgabe im Komponieren, sich ununterbrochen darauf zu konzentrieren, was außen und innen geschieht. Die musikalische Form ist für mich eine Zusammensetzung aller Parameter, die die Zeit betreffen. Mein Credo lautet: Nicht die Form macht die Musik, sondern die Musik die Form.

Ihre Kompositionen verbergen hinter einem abstrakten Titel ganz private Aussagen. Was sind das für Ereignisse? Soll der Interpret und der Hörer sie kennen?

Ich sehe keine Notwendigkeit, mit dem Namen der Komposition zu offenbaren, was sich in ihrem Inneren abspielt. Ich will mich nicht allzu sehr entblößen, und vielleicht deswegen, weil ich dem Zuhörer nicht einflößen will, wo der „Schlüssel“ zur Lösung der Musikproblematik liegt. Er soll sich die Mühe selbst machen. Es sind meine persönlichen Aussagen. Als ich angefangen habe an der Komposition Adorations zu arbeiten, habe ich den Titel erst zum Schluss gefunden. Ich habe gewusst, dass das Stück irgendwie die Situation reflektieren wird, in der ich das Angebot zum Schreiben einer Orchesterkomposition bekommen habe, dass sie etwas über meine junge Mutterschaft aussagen wird oder über unlängst gestorbene nahe Menschen, über die Verherrlichung des Lebens und des Todes, über Trauer und Freude. Doch bei allem spielt die Überschrift bei mir fast nur die Rolle einer Metapher, quasi eine „Inspiration von außen“, übertragen ins „Innere“ des Musikgeschehens, wo ich mich ausschließlich von Musikattributen der Komposition selbst führen lasse.

Ihre Musik führt üblicherweise zum Moment der Versöhnung. Der Tröstung. Ist es das Gleiche, was Martinu „Fensterchen in den Himmel“ nannte?

Noch niemals habe ich eine meiner Kompositionen so gesehen. Wenn ich in den Anfängen die Bausteine vorbereite, gehe ich von dem alten Prinzip des Bogens „Exposition – Durchführung – Schluss“ aus. In der Exposition fordere ich die Musik heraus, in der Durchführung kämpfe ich mit ihr und im Schluss verlasse ich sie. Und vielleicht ist das auch ein Bild meiner selbst, da ich ungern ohne Versöhnung weggehe, wenn ich mit jemandem einen Kampf anfange. „Lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen“. Das ist für mich aber selbstverständlich nur eine metaphorische Parallele zu meinem eigenen „Musikkonsens“.

Wie war es, vom Studium in England in die Slowakei zurückzukehren und sich dort eine Existenz als Komponistin aufzubauen?

Die Rückkehr empfinde ich als einen Sprung in ein bequemeres und langsameres Tempo und in eine ziemlich andere Musik-Atmosphäre, denn nach einiger Zeit in London musste ich feststellen, dass es überhaupt nicht einfach ist, entspannt zu komponieren, und gleichzeitig ständig nach einem Job zu schauen. Ich denke, dass diese zwei Jahre, bei vollem Studium an der Königlichen Musikakademie, bei häufigen Konzertbesuchen, ein nachfolgendes „tacet“ nötig machten, um mindestens für eine Weile zur Ruhe zu kommen und das ganze „Paket“ an Informationen, Lernstoff, Erlebnissen und Eindrücken, das ich aus England nach Hause gebracht habe, zu verarbeiten. Und es gab erheblich mehr Gründe nach Hause zu kommen. Aber: Ein Komponist braucht unbedingt den Kontakt zur „großen“ Welt, um festzustellen, wo er sich eigentlich befindet.

Das Interview führten Miroslav Srnka und Jana Urbanová

aus: (t)akte 2/2007

Suche im eMagazin
Warenkorb Icon SHOP