Porträtaufnahme von Philipp Maintz

Philipp Maintz

Biographie

Philipp Maintz wurde 1977 in Aachen geboren, wo er ab 1993 bei Michael Reudenbach seinen ersten Kompositionsunterricht erhielt. Ab 1997 folgte ein Kompositionsstudium bei Robert HP Platz am Conservatorium in Maastricht, das er 2003 mit Auszeichnung abschloss. Centre Henri Pousseur der Université de Liège und am IRCAM in Paris folgten, sowie von 2003 bis 2005 bei Karlheinz Essl am Bruckner-Konservatorium in Linz.

Philipp Maintz erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien: 2005 den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung. 2007 folgte ein Aufenthalt in der Cité Internationale des Arts in Paris, 2009 ein Stipendium der Akademie Schloss Solitude sowie 2010 das Stipendium der Deutschen Akademie in Rom Villa Massimo. 2013 war er Artiste résident auf Château de Chambord, 2015 ist er mit dem Stipendium des Freistaates Bayern für die Villa Concordia ausgezeichnet worden. 2018 folgte eine Einladung der Wilhelm Kempff Kulturstiftung nach Positano und 2024 als Stipendiat der Bundesregierung in die Casa Baldi nach Olevano Romano.

Bei den Salzburger Festspielen 2005 spielte das SWR Symphonieorchester die Uraufführung seines ersten großen Orchesterwerkes „heftige landschaft mit 16 bäumen“. Die Münchener Biennale für Neues Musiktheater eröffnete 2010 mit der Uraufführung seiner Oper „MALDOROR“. 2015 wurde sein Cellokonzert „upon a moment´s shallow rim“ durch die Staatsphilharmonie Nürnberg mit Alban Gerhardt als Solisten uraufgeführt, 2017 hat das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Christoph Eschenbach in der Berliner Philharmonie das Orchesterwerk „hängende gärten“ aus der Taufe gehoben. 2019 wurde die Kammeroper „THÉRÈSE“ bei den Osterfestspielen Salzburg und von der Hamburger Staatsoper in der Elbphilharmonie zum ersten Mal gespielt. Für die Saison 2020/21 entstanden im Auftrag des BOZAR Brüssel und des Orchestre Philharmonique Royal de Liège das Konzert für Orgel und Orchester „de figuris“ für den Organisten László Fassang, außerdem eine Neufassung des „klavierkonzerts“, die von Joonas Ahonen und dem ORF Radio-Symphonie-Orchester Wien unter Marin Alsop uraufgeführt wurde. Im Sommer 2022 brachte das Aurora Orchestra unter Nicholas Collon das Orchesterwerk „red china green house“ in der Kölner Philharmonie zu Gehör, 2024 folgte dort die Uraufführung des Werks „der zerfall einer illusion in farbige scherben“ durch das WDR-Sinfonieorchester unter Sylvain Cambreling.

In der Saison 2024/25 wird Philipp Maintz in seiner Heimatstadt Aachen als Composer in Focus des dortigen Sinfonieorchesters mit vier großen Werken, darunter einer großen Uraufführung portraitiert. Ein Höhepunkt dieser Saison ist die Aufführung seines Cellokonzerts „upon a moment´s shallow rim“ mit Johannes Moser als Solisten und dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Markus Poschner in Berlin. Außerdem erklingen zum ersten Mal die Werke „jag die hunde zurück!“ für sechs Soprane und sechs Schlagzeuger durch Christoph Sietzen, sein Ensemble MOTUS und den Damen des WDR-Rundfunkchors in der Kölner Philharmonie und bei Wien Modern und sein zweites Streichquartett „maintenant. pas encore. plus jamais.“ durch das Quatuor Diotima im Gewandhaus zu Leipzig und dem Brucknerhaus in Linz.

Zu den Interpreten seiner Musik gehören neben Solisten wie Hansjörg Albrecht, Yulianna Avdeeva, Claudia Barainsky, Francesco Filidei, Alban Gerhardt, Otto Katzameier, Melise Mellinger, Marisol Montalvo, Nils Mönkemeyer, Jean-Frédéric Neuburger unter anderem auch das Arditti String Quartet und das Minguet Quartett, Ensemble Alternance, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Recherche, Kammerensemble Neue Musik Berlin, das Scharoun-Ensemble der Berliner Philharmoniker, Ensemble Modern, MusikFabrik NRW, das Rundfunksinfonieorchester Stuttgart, die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken, das BBC Symphony Orchestra, die Sinfonieorchester Aachen und Basel, sowie das Orchestre Philharmonique du Luxembourg und das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo neben dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, ORF Radio-Symphonieorchester Wien und die Münchner Philharmoniker.

  • 1977am 28. Februar in Aachen geboren
    1993-1997Kompositionsunterricht bei Michael Reudenbach in Aachen, Theorie- und Klavierunterricht an der Kirchenmusikschule in Aachen
    1997-2003Kompositionsstudium bei Robert HP Platz in Maastricht, Bachelor- und Master-Degree mit Auszeichnung
    2001Arbeitseinladung des Centre Henri Pousseur der Université de Liège · Stipendiat der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, Darmstadt · Stipendienpreis der Ferienkurse
    2002Honourable mention der International Gaudeamus Music Week Amsterdam
    2003Stage de composition et d‘informatique musicale am IRCAM, Paris · Arbeitsstipendium des nordrhein-westfälischen Kultusministeriums
    2003-2005 Aufbaustudium Komposition und elektronische Musik bei Karlheinz Essl am Bruckner-Konservatorium in Linz
    2004Niedersächsisches Künstlerstipendium für den Künstlerhof Schreyahn
    2005Förderpreis für Komposition der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung
    2006Stipendium der Wilfried-Steinbrenner-Stiftung
    2007Stipendium der Bundesregierung für die Cité Internationale des Arts, Paris
    2009Stipendium der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart
    2010Uraufführung der Oper „MALDOROR“ bei der Biennale München · Stipendium der Bundesrepublik für einen Jahresaufenthalt in der Deutschen Akademie Villa Massimo, Rom
    2013Artiste resident auf der Domaine National de Château de Chambord (Loir-et-Cher)
    2014Uraufführung des Werkes „tríptico vertical“ durch Marisol Montalvo (Sopran) und die Münchner Philharmoniker unter Leitung von Christoph Eschenbach in München
    2015/16Stipendium des Freistaates Bayern für die Villa Concordia Bamberg
    2017Uraufführung des Werkes „hängende gärten“ durch das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin unter Leitung von Christoph Eschenbach in der Berliner Philharmonie
    Beginn der Arbeit an einem umfangreichen Zyklus von „choralvorspielen“ für Orgel solo
    2018Eduard-Arnhold-Stipendium der Wilhelm Kempff Kulturstiftung in Positano, Italien
    2019Uraufführung der Kammeroper „THÉRÈSE“ nach Emile Zola und einem Libretto von Otto Katzameier bei den Osterfestspielen Salzburg sowie an der Hamburgischen Staatsoper
    2020Uraufführung des Orgelkonzerts „de figuris“ durch László Fassang und das Orchestre Philharmonique Royal de Liège unter Leitung von Gergely Madaras im Palais des Beaux Arts in Brüssel
    Uraufführung der Neufassung des Klavierkonzerts durch Joonas Ahonen und das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Leitung von Marin Alsop beim musikprotokoll in Graz
    2024Stipendium der Bundedsregierung für die Casa Baldi, Olevano Romano
    Uraufführung des Werkes „der zerfall einer illusion in farbige scherben" durch das WDR-Symphonieorchester unter Leitung von Sylvain Cambreling in Köln
    2024/25„Composer-in-Focus“ beim Sinfonieorchester in Aachen
    Philipp Maintz lebt in Berlin und Halle (a.d. Saale)
    Interpreten u.a. Hansjörg Albrecht, Yulianna Avdeeva, Claudia Barainsky, Francesco Filidei, Alban Gerhardt, Otto Katzameier, Melise Mellinger, Marisol Montalvo, Nils Mönkemeyer, Jean-Frédéric Neuburger sowie das Arditti String Quartet und das Minguet Quartett, Ensemble Alternance, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Recherche, Kammerensemble Neue Musik Berlin, das Scharoun-Ensemble der Berliner Philharmoniker, Ensemble Modern, MusikFabrik NRW, das Rundfunksinfonieorchester Stuttgart, die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken, das BBC Symphony Orchestra, die Sinfonieorchester Aachen und Basel, sowie das Orchestre Philharmonique du Luxembourg und das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, das Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das WDR Symphonieorchester und die Münchner Philharmoniker.
    Interpreten des „choralvorspiel“-Zyklus u.a.: Hansjörg Albrecht, Anna-Victoria Baltrusch, Henry Fairs, Bernhard Haas, Martin Lücker, Angela Metzger, Marcel Andreas Ober, Maximilian Schnaus und Roman Summereder
  • Gordon Kampe: Philipp Maintz. In: Komponisten der Gegenwart, Edition Text + Kritik, München 1992ff. (52. Nlfg. 10/2014)

    Michael Töpel: Komponieren als Zwangshandlung. Ein Gespräch mit Philipp Maintz. In: Takte 1/2006, Kassel, 2f.

    Marie Luise Maintz: océan. Philipp Maintz schreibt ein neues Werk für das Ensemble Intercontemporain. In: Takte 2/2007, Kassel, 20

    F. Lennertz, „…solange es bei mir etwas anstößt“. Interview mit Philipp Maintz. In: Magazin der Aachener Zeitung vom 24. Februar 2007

    J.-P. Derrien, „le fils aimé de l’océan“. Interview mit Philipp Maintz. In: accents, la revue de l’Ensemble intercontemporain, Nr. 34, 2007, 4f.

    Michael Töpel: Philipp Maintz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neu bearbeitete Ausgabe, Supplement, Kassel 2008, Spalten 508-510

  • fluchtlinie. musik für bariton und ensemble / NAHT (yo no pido a la noche explicaciones). musik für violine und violoncello / tourbillon. musik für violine, violoncello und klavier / ferner, und immer ferner. musik für orgel solo / wenn steine sich gen himmel stauen. musik für bariton und großes orchester
    Jean Deroyer, Francesco Filidei, Cosima Gerhardt, Cosima Gerhardt, Otto Katzameier, Robert Hp Platz, Ekkehard Windrich, Scharoun-Ensemble Der Berliner Philharmoniker, Orchestre Philharmonique De Monte-Carlo.
    Deutscher Musikrat, edition zeitgenössische musik. Wergo B00EYQ6C58

    gelände / zeichnung. musik für klavier solo und live-elektronik [klavierstück nr.2] (2006).
    Jan Gerdes, Klavier. Edition Zeitklang 2007.

    hängende gärten / tríptico vertical, sur: Philipp Maintz – Orchestra Works Vol.1, NEOS 2018 (NEOS 11712)

    trawl; NAHT (yo no pido a la noche explicaciones); und düsteren auges, blutbesprengt. musik für viola sola und live-elektronik.
    Ensemble Alternance. Stradivarius

    auf: Ensemble Alternance: Philipp Maintz – TRAWL, Stradivarius 2018 (STR 37080)

    zornerfüllte nächte, auf: Strandgut, Ensemble LUX:NM, Genuin 2018 (GEN 18628)

Aufführungen

Komponist VornameKomponist NachnameTitelDatumOrchesterDirigentOrtInfo
AntonBruckner8. Symphonie 24.04.2026National Philharmonic OrchestraCornelius MeisterWarschau (Philharmonie)
ThomasAdèsViolin Concerto24.04.2026Ilya Gringolts (Violine), Staatsorchester Rheinische PhilharmonieAnu TaliKoblenz (Rhein-Mosel-Halle)
Wolfgang AmadeusMozartDer Messias 24.04.2026MDR-Sinfonieorchester & RundfunkchorDennis Russell DaviesErfurt (Theater)
BeatFurrerPiano Concerto No. 224.04.2026Francesco Piemontesi (Klavier), Symphonieorchester des Bayerischen RundfunksEnno PoppeMünchen (Residenz)
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte24.04.2026Emily Senturia, Regie: Haley StamatsMadison (Overture Hall)Premiere
AntonBruckner2. Symphonie25.04.2026Dresdner PhilharmonieChristoph EschenbachDresden (Kulturpalast)
CharlotteSeitherEchoes of O’s25.04.2026Ensemble Lux NMWiesbaden (Art.Ist-Galerie)
AntonBruckner8. Symphonie26.04.2026Orchester des Staatstheaters DarmstadtMarc AlbrechtDarmstadt
ClaudioMonteverdiL’incoronazione di Poppea26.04.2026Lars Ulrik Mortensen, Regie: Christoph MarthalerKopenhagen (Det Kongelige Teater)Premiere
Wolfgang AmadeusMozartLa clemenza di Tito 26.04.2026Marc Minkowski, Regie: Damiano MichielettoZürichPremiere
SalvatoreSciarrinoLa navigazione notturna28.04.2026Marino Formenti, Alfredo Ovalles, Luca Lavuri, N.N. (Klavier)Wien (Musikverein)
Beat FurrerStudie IV für Klavier solo 28.04.2026Filippo Gorini (Klavier)Mailand (Teatro alla Scala)Italienische Erstaufführung
AntonBruckner7. Symphonie 29.04.2026Duisburger PhilharmonikerStefan BlunierDuisburg (Philharmonie Mercatorhalle)
HectorBerliozMesse solennelle29.04.2026Bach-Verein Köln, GürzenichorchesterChristoph SiebertKöln (Philharmonie)
HectorBerliozCléopâtre30.04.2026Antoniette Dennefeld (Sopran), Orchestra di Padova e del VenetoPierre DumoussaudPadova (Auditorium Pollini)
Andreas N.TarkmannWesendonck-Lieder 30.04.2026Alicja Bukowska (Mezzosopran), Elbland Philharmonie SachsenHermes HelfrichtPirna (Marienkirche)
GeorgesBizetCarmen01.05.2026Lorenzo Passerini, Regie: Nadja LoschkyDresdenPremiere
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte02.05.2026Yi-Chen Lin, Regie: Barbara-David BrüeschSt. GallenPremiere
ClaudioMonteverdiL'Orfeo02.05.2026Jörg Halubek, Regie: Markus BotheSchwetzingen (Schwetzinger SWR Festspiele, Schlosstheater)Premiere
CharlotteSeitherkoy für Bass-Stimme solo03.05.2026Martin Wistinghausen (Stimme) Bethel (Zionskirche)
FrankMartin Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella03.05.2026Amor Artis Chamber ChoirRyan James BrandauNew York (St. Patrick’s Old Cathedral)
AntonBruckner7. Symphonie 05.05.2026Wiener SymphonikerMarie JacquotWien (Konzerthaus)
Christoph WillibaldGluckOrphée et Euridice05.05.2026Edward Ananian Cooper, Regie: Pierre-André WeitzLimogesPremiere
Ludwig vanBeethovenMusik zu Goethes Trauerspiel Egmont07.05.2026Essener PhilharmonikerDirk KaftanEssen (Alfried Krupp Saal)
Christoph WillibaldGluckParide ed Helena07.05.2026Akademie für Alte MusikMichael HofstetterAugsburg (Internationale Gluck-Opern-Festspiele)konzertant, 9.5. Bayreuth, 10.5. Fürth
FrancescoFilideiFinito ogni gesto, Esercizio di pazzia I08.05.2026ensemble XXI. jahrhundertPeter BurwikWien (Musikverein)
Wolfgang AmadeusMozartLe nozze di Figaro 08.05.2026Francesco Corti, Regie: Kirill Serebrennikov Amsterdam (Stichting Nationale Opera & Ballet)Premiere
CharlotteSeithersaphir und haut Nr. 3 für Sopran und Inside Piano08.05.2026Lisa-Maria Lebitschnis (Sopran), Amelie Warner (Klavier) Augsburg (Staatliches Textilmuseum)
Peter I.TschaikowskySchwanensee08.05.2026Svetoslav Borisov, Choreographie: Stefano GiannettiDessauPremiere
AntonBruckner4. Symphonie 09.05.2026Tonhalle OrchesterPaavo JärviZürich (Tonhalle)
Wolfgang AmadeusMozartDie Zauberflöte 09.05.2026Riccardo Bisatti, Regie: Suzanne Andrade, Barrie KoskyLillePremiere
Wolfgang AmadeusMozartIdomeneo 09.05.2026Julia Jones, Regie: Robert CarsenKopenhagen (Det Kongelige Teater)Premiere
FrankMartin Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella09.05.2026Ottawa Bach ChoirLisette CantonOttawa (Knox Presbyterian Church)
Wolfgang AmadeusMozartDie Zauberflöte 09.05.2026Johannes Klumpp, Regie: Nora KrahlGelsenkirchenPremiere
ErnstKrenekFlötenstück neunphasig, für Flöte und Klavier 10.05.2026œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musikRupert HuberSalzburg (Schloss Frohnburg)
BedrichSmetanaMein Vaterland 10.05.2026MDR-SinfonieorchesterAlena HronLeipzig (Gewandhaus)
Andreas N.TarkmannDas kalte Herz10.05.2026Kammerorchester MetzingenOliver BenschMetzingen (Stadthalle)
HectorBerliozLa damnation de Faust10.05.2026Orchester Opernhaus ZürichYves AbelZürichkonzertant
CamilleSaint-SaënsSamson et Dalila13.05.2026Alexander Soddy, Regie: Richard JonesLondon (Royal Opera House)
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte15.05.2026Andreas Spering, Regie: Wolfgang BertholdBrandenburg
AntonBruckner5. Symphonie15.05.2026Rotterdams Philharmonisch OrkestJukka-Pekka SarasteRotterdam (de Doelen)
Georg FriedrichHändelDeidamia 15.05.2026George Petrou, Regie: George PetrouGöttingen (Internationale Händel-Festspiele, Deutsches Theater)Premiere
CharlotteSeitherMonad’s face für Sopran, Bassklarinette und Violoncello16.05.2026Sara Wiljaars (Sopran), N.N. (Bassklarinette), N.N. (Violoncello)Berlin (Hochschule für Musik Hanns Eisler)
BeatFurrerLa bianca notte17.05.2026Klangforum WienKatowice (Katowice Culture Nature Festival, NOSPR Concert Hall)
EmmanuelChabrierL’Etoile17.05.2026Nicolas Kruger, Regie: Matthew EberhardtEindhoven (Parktheater)Premiere
Winfried Zillig: Rosse /Ruggero Leoncavallo: Pagliacci17.05.2026Mark Rohde, Regie: Roman HovenbitzerWürzburg (Theaterfabrik Blaue Halle)Premiere
GeorgesBizetLe Docteur Miracle17.05.2026Anton Legkii, Regie: Claudia PlaßwichMannheimPremiere
CharlotteSeitherkoy für Bass-Stimme solo18.05.2026Martin Wistinghausen (Stimme) Cluj-Napoca (Academia Nationala de Muzica Gheorge Dirna)
JulesMassenetWerther20.05.2026Lorenzo Passerini, Regie: Willy DeckerNeapelPremiere
SalvatoreSciarrinoTre duetti con l´eco21.05.2026Ensemble AventureFreiburg (Elisabeth Schneider Stiftung)weitere Termine
Andreas N.TarkmannDie drei kleinen Schweinchen21.05.2026Staatsorchester DarmstadtDarmstadtauch 22./23.5.
HectorBerliozLélio ou Le retour à la vie22.05.2026Helsingborg Symphony OrchestraMaxime PascalHelsingborg (Konserthus)
Wolfgang AmadeusMozartLe nozze di Figaro 22.05.2026Vinicius Kattah, Regie: Jiri HermanBratislava (Nationaltheater)Premiere
Jean-PhilippeRameauLes Boréades22.05.2026a nocte temporisReinoud Van MechelenDortmund (Orchesterzentrum)weitere Termine
ThomasAdèsLieux retrouvés22.05.2026RSO WienThomas AdèsWien (Musikverein)
HectorBerliozHarold en Italie22.05.2026Fort Worth Symphony OrchestraRobert SpanoFort Worth (Bass Performance Hall)
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte22.05.2026Dietger Holm, Regie: Magdalena FuchsbergerHeidelbergPremiere
HectorBerliozGrande messe des morts22.05.2026Orchestre et chœur Opéra National de ParisPhilippe JordanParis (Philharmonie)
Wolfgang AmadeusMozartDie Entführung aus dem Serail 24.05.2026Zsolt Jankó, Regie: Miklós H. VecseiBudapestPremiere
Wolfgang AmadeusMozartDon Giovanni 24.05.2026Benjamin Bayl, Regie: Agnès JaouiMontpellierPremiere
AntonBruckner4. Symphonie 24.05.2026Bamberger SymphonikerJakub HrusaBamberg (Kirche St. Michael)
FrankMartin Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella24.05.2026La Maitrise de ToulouseMark OpstadGramat (Église Saint-Pierre)
Wolfgang AmadeusMozartMesse in c-Moll25.05.2026Vlaams Radiokoor, Orkest van de Achttiende eeuwBart van ReynBreda (Chasse Theater)weitere Termine
HectorBerliozLa damnation de Faust25.05.2026Prague Symphony OrchestraTomás NetopilPrag (Festival Prager Frühling, Obecní dum)
AntonBruckner4. Symphonie 28.05.2026Orchestra del Maggio Musicale FiorentinoPhilippe JordanFlorenz (Teatro del Maggio)
GeorgesBizetCarmen29.05.2026Keren Kagarlitsky, Regie: Wim VandekeybusAntwerpenPremiere
Wolfgang AmadeusMozartDon Giovanni29.05.2026Elena Salvatierra, Regie: Marta EguiliorCadiz (Teatro Villamarta)Premiere
FrankMartin Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella30.05.2026Vocal ensembles ardent and suppléments musicauxPatrick Secchiari, Moritz AchermannBern (Église francaise)auch 31.5.
AntonBruckner6. Symphonie31.05.2026Deutsches Symphonie-Orchester BerlinTomas HanusPrag (Gemeindehaus)
BedrichSmetanaMein Vaterland 31.05.2026Chor des Theater Lübeck, Philharmonisches Orchester Hansestadt LübeckStefan VladarLübeck (Musik- und Kongresshalle)
GeorgesBizetCarmen31.05.2026Leo McFall, Regie: Uwe Eric LaufenbergWiesbaden (Maifestspiele)Premiere
BohuslavMartinuZweimal Alexander02.06.2026Irene Delgado-Jiménez, Regie: Anna BernreitnerWien (Theater an der Wien)Premiere
FrankMartin Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella02.06.2026BBC Singer, Maîtrise de Notre-DameSofi Jeannin, Henri ChaletParis (Notre Dame)
Wolfgang AmadeusMozartDie Entführung aus dem Serail 03.06.2026Laurence Equilbey, Regie: Florent SiaudParis (Théâtre des Champs-Elysées)Premiere
Andreas N.TarkmannDer Mistkäfer05.06.2026Johannes Merz (Erzähler), Kammerphilharmonie LübeckEmanuel DantscherLübeck (Kolosseum)
Georg FriedrichHändelRinaldo05.06.2026Michael Hofstetter, Regie: Walter SutcliffeHalle (Händel-Festspiele, Oper)Premiere
Jirí Antonín (Georg Anton)BendaMedea 06.06.2026Doerthe Maria Sandmann (Sprecherin), Barockorchester der Thüringen Philharmonie GothaAlexej BarchevitchEisenach (Landestheater)
Wolfgang AmadeusMozartMesse in c-Moll09.06.2026Chœur de l’Opéra de Tours, Orchestre symphonique Région Centre-Val de Loire/ToursDavid JacksonTours (Grand Théatre)
Wolfgang AmadeusMozartLa clemenza di Tito09.06.2026Les Talens LyriquesChristophe RoussetHampshire (The Grange Festival) konzertant, auch 12.6. Würzburg
Georg FriedrichHändelAgrippina 10.06.2026Laurence Cummings, Regie: Walter SutcliffeHalle (Händel-Festspiele, Oper)
Wolfgang AmadeusMozartDon Giovanni 12.06.2026Orquestra de ValenciaFrancesco Corti, Regie: Benoît De LeersnyderValenciaPremiere
Wolfgang AmadeusMozartLa clemenza di Tito 12.06.2026Les Talens LyriquesChristophe RoussetWürzburg (Kaisersaal)
Georg FriedrichHändelAci, Galatea e Polifemo12.06.2026Kammerorchester BaselRené JacobsHalle (Marktkirche) weitere Termine
Georg FriedrichHändelAgrippina 12.06.2026David Bates, Regie: Robert CarsenRouenPremiere
AndersHillborgSound Atlas12.06.2026NDR Elbphilharmonie OrchesterRyan BancroftLübeck (Musik- und Kongresshalle)weitere Termine
Georg FriedrichHändelAlcina12.06.2026Claudio Novati, Regie: Felix SchrödingerDetmold Premiere
CharlotteSeitherTell it or shout für Flöte und Harfe12.06.2026Elizaveta Birjukova, Flöte, Christina Engelke (Harfe)Jena (Künstlerische Abendschule)
BohuslavMartinuFeldmesse13.06.2026Münchner PhilharmonikerJakub HrusaMünchen (Isarphilharmonie)
Georg FriedrichHändelIl trionfo del Tempo e del Disinganno13.06.2026Simone De Felice, Regie: Katharina KasteningFrankfurt (Bockenheimer Depot)Premiere
JindrichFeldKonzert für Flöte und Orchester15.06.2026Daniela Koch (Flöte), Bamberger SymphonikerJakub HrusaBamberg (Konzerthalle)
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte17.06.2026Leo Mc Fall, Regie: Marie-Ève SigneyroleWiesbadenPremiere
AntonBruckner7. Symphonie 18.06.2026KonzerthausorchesterIvan FischerBerlin (Konzerthaus)
Wolfgang AmadeusMozartDie Zauberflöte 18.06.2026Janis Liepins, Regie: Cordula Däuper MannheimPremiere
Pietro Mascagni /Ruggero LeoncavalloCavalleria Rusticana/Pagliacci19.06.2026Gábor Hontvári, Regie: Benjamin PrinsSondershausen (Schloss)Premiere
BeatFurrerLitanei für Sopran, Bassklarinette und Streichquartett (UA)/canti della tenebra. Fünf Lieder für Mezzosopran und Klavier19.06.2026Cantando AdmontDundalk (St Nicholas’ Church of Ireland)
AntonínDvorákRusalka19.06.2026Royal Liverpool Philharmonic OrchestraDomingo HindoyanLiverpool (Philharmonic Hall)konzertant
BeatFurrerin mia vita da vuolp für Bariton-Saxophon und Sopran/Lotófagos für Sopran und Kontrabass/Prophezeiungen für Alt, Kontrabassklarinette und Akkordeon 20.06.2026Cantando AdmontDundalk (St Vincent’s Chapel)
Georg FriedrichHändelSusanna21.06.2026Collegium 1704 Václav LuksLitomysl (Schlosshof)
Wolfgang AmadeusMozartIdomeneo 21.06.2026Chelsea Opera GroupPaul WingfieldLondon (Cadogan Hall)konzertant
ThomasAdèsKlavierkonzert24.06.2026Kirill Gerstein (Klavier), Tonhalle OrchesterThomas AdèsZürich (Tonhalle)
FrankMartin Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella26.06.2026Rias KammerchorPeter DijkstraBerlin (Philharmonie)
Peter I.TschaikowskyEugen Onegin26.06.2026Lidiya Yankovskaya, Regie: Max Webster Hampshire (The Grange Festival) Premiere
Wolfgang AmadeusMozartDie Entführung aus dem Serail 27.06.2026Thomas Guggeis, Regie: Andrea MosesBerlin (Staatsoper Unter den Linden)Premiere
Wolfgang AmadeusMozartDie Zauberflöte 02.07.2026Leonardo Garcia Alarcon, Regie: Clément CogitoreAix-en-Provence (Festival)Premiere
Georg FriedrichHändelAriodante04.07.2026Les Talens LyriquesChristophe RoussetBeaune (Festival Baroque, Hotel-Dieu)
Wolfgang AmadeusMozartIdomeneo 04.07.2026Felix Pätzold, Regie: Immo KaramanKielPremiere
GeorgeBenjaminThree Consorts 05.07.2026Deutsches Symphonie-Orchester BerlinKent NaganoKlütz (Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Schloss Bothmer)weitere Termine
JosephHaydnDie Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz05.07.2026Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-PfalzMichael FrancisSpeyer (Gedächtniskirche)
GiselherKlebeMignon07.07.2026Detmolder KammerorchesterStanley DoddsDetmold (Hochschule für Musik)
HectorBerliozHarold en Italie16.07.2026Schleswig-Holstein Festival OrchestraAndrew ManzeElmshorn (Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival)weitere Termine
PhilippMaintzjag die hunde zurück!20.07.2026Accademia Musicale ChigianaLorenzo DonatiSiena (Chiesa della Ss. Annunziata)
Antonín DvorákRusalka23.07.2026Petr Popelka, Regie: Martin Kusej München (Münchner Opernfestspiele)
Georges BizetCarmen, Fassung 187425.07.2026Fabio Luisi, Regie: Denis KriefMartina Franca (Festival della Valle d’Itria)Szenische Erstaufführung
JulesMassenetWerther29.07.2026Orchestre Symphonique de la MonnaieAlain AltinogluSalzburg (Salzburger Festspiele)
DieterAmmannViola Concerto „No templates“31.07.2026Studierende der OrchesterakademieLü JiaLugano (Palazzo dei Congressi)
Wolfgang AmadeusMozartDie Entführung aus dem Serail31.07.2026Evan Rogister, Regie: David McVicarGlyndebourne (Opera Festival)Premiere
L'ubicaCekovskaMaison de la musique en sept périodes01.08.2026Japan Century Symphony OrchestraAndreas OttensamerOsaka
JosephHaydnDie Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz06.08.2026Le Concert d’AstréeEmmanuelle HaimSalzburg (Salzburger Festspiele)
Wolfgang AmadeusMozartCosì fan tutte06.08.2026Joana Mallwitz, Regie: Christof LoySalzburg (Salzburger Festspiele)Premiere
Andreas N.TarkmannKönig Karotte09.08.2026Mattias Straub (Erzähler), Orchester der Sommeroperette HeldrittManuel Grund Bad Rodach (Waldbühne Heldritt)
HectorBerliozGrande messe des morts15.08.2026London Symphony Chorus and OrchestraAntonio PappanoLondon (Proms, Royal Albert Hall)
JosephHaydnOrlando Paladino28.08.2026Orfeo OrchestraGyörgy VashegyiFertöd (Haydneum Concerts at Esterházy Palace)
JulesMassenetWerther11.09.2026Marie Jacquot, Regie: Tatjana GürbacaKopenhagenPremiere
Andreas N.TarkmannDie verlorene Melodie 12.09.2026Staatskapelle WeimarWeimar (Theaterfest)
AntonBruckner8. Symphonie in c-Moll17.09.2026GewandhausorchesterHerbert BlomstedtLeipzig (Gewandhaus)
AmbroiseThomasHamlet18.09.2026Michael Schönwandt, Regie: Krzysztof WarlikowskiParis (Opéra National)Premiere
Wolfgang AmadeusMozartMitridate, re di Ponto 24.09.2026Riccardo Frizza, Regie: Claus GuthNeapelPremiere
FromentalHalévyLa Juive03.10.2026Felix Bender, Regie: Marco StormanUlmPremiere
Georg FriedrichHändelAlcina09.10.2026Orchestra del Teatro di San CarloIván López-ReynosoNeapel (Teatro di San Carlo)konzertant
CharlesGounodFaust20.10.2026Daniele Rustioni, Regie: Johannes ErathMailand (Teatro alla Scala)Premiere
Georg FriedrichHändelSemele 23.10.2026Orchestra e Coro del Teatro Comunale di Bologna Rinaldo AlessandriniBologna (Teatro Comunale)konzertant
DieterAmmannglut06.11.2026hr-SinfonieorchesterMichael WendebergFrankfurt (hr-Sendesaal)
BeatFurrerNeues Werk für Orchester07.11.2026Kammerorchester BaselPierre BleuseBasel (Stadtcasino)Uraufführung
CamilleSaint-SaënsSamson et Dalila13.11.2026Orchestra e Coro del Teatro Comunale di Bologna Roberto AbbadoBologna (Teatro Comunale)konzertant
Andreas N.TarkmannNils Holgersson06.12.2026Erik Brünner (Sprecher), Jugendsinfonieorchester Heinrich-Schütz-Konservatorium, Dresdner PhilharmonieMilko KerstenDresden (Kulturpalast)auch 7.12.
HectorBerliozLa damnation de Faust17.12.2026Bertrand de Billy, Regie: Lydia SteierWien (Staatsoper)Premiere
JulesMassenetThaïs18.12.2026Pierre Dumoussaud, Regie: Olivier Lepelletier-LeedsLiègePremiere

Werke












  • Auf Anfrage / In Vorbereitung

    septemberalbum
    lieder für sopran und klavier nach gedichten von ron winkler (2010). BA 9395, in Vorbereitung
    ca. 20 Minuten
    Uraufführung am 7. November 2010 in Kassel, Kasseler Musiktage: Marisol Montalvo (Sopran), Markus Bellheim (Klavier)

    windinnres
    lieder für bariton und klavier nach gedichten von rainer maria rilke (2011/13). BA11046, in Vorbereitung
    (1. Tränen, Tränen, die aus mir brechen; 2. Mausoleum; 3. Urne, Fruchtknoten des Mohn; 4. Komm du, du letzter, den ich anerkenne)
    Uraufführung des 2. Satzes (Mausoleum) am 3. Juli 2011 in Bad Kissingen: Peter Schöne (Bariton), Jan Philip Schulze (Klavier)





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    Auf Anfrage

    paysages nouveaux
    für violine, viola und violoncello (2015). ca. 18 Minuten, in Vorbereitung
    Uraufführung 28. November 2015, Luxemburg, Philharmonie (rainy days): trio recherche

    streichquartett nr. 2 – dem fluss zuhören
    (2016/17), in Vorbereitung
    Uraufführung 15. Mai 2017 Marseille: Quatuor Diotima





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    Auf Anfrage / In Vorbereitung

    choralvorspiele
    für orgel solo (2017-)

    choralvorspiel I (veni, redemptor gentium), 8 Min
    Uraufführung 6.12.2019 Hamburg (Elbphilharmonie), Hansjörg Albrecht (Orgel)

    choralvorspiel III (die nacht ist vorgedrungen), 6 Min
    Uraufführung 18.12.2022 Frankfurt am Main (St. Katharinen), Martin Lücker (Orgel)

    choralvorspiel IV (vom himmel hoch, da komm ich her), 12 Min
    Uraufführung 18.12.2022 Frankfurt am Main (St. Katharinen), Martin Lücker (Orgel)

    choralvorspiel VI (ich steh an deiner krippen hier), 7 Min
    Uraufführung 18.12.2022 Frankfurt am Main (St. Katharinen), Martin Lücker (Orgel)

    choralvorspiel VII (o haupt voll blut und wunden), 5 Min
    Uraufführung 25.6.2022 Kassel (St. Martin), Bernhard Haas (Orgel)

    choralvorspiel XIII (o filii et filiæ), 8 Min
    Uraufführung 15.01.2023 Magdeburg (Kathedrale St. Sebastian), Marcel Andreas Ober (Orgel)

    choralvorspiel XIX (wie schön leucht‘ uns der morgenstern), 8 Min
    Uraufführung 6.1.2020 München (Jesuitenkirche St. Michael), Hansjörg Albrecht (Orgel)

    choralvorspiel XXXII (wer nur den lieben gott läßt walten), 10 Min
    Uraufführung 25.9.2021 Köln (Kunststation St. Peter), Angela Metzger (Orgel)

    choralvorspiel XXXVI (unüberwindlich starker held, sankt michael), 4 Min
    Uraufführung 6.1.2020 München (Jesuitenkirche St. Michael), Hansjörg Albrecht (Orgel)

    choralvorspiel XLII (meine seele erhebet den herren – magnificat-versetten), 8 Min
    Uraufführung 27.6.2022 Nürnberg (Frauenkirche), Angela Metzger (Orgel)

    choralvorspiel XLVI (morgenglanz der ewigkeit), 13 Min
    Uraufführung 19.7.2022 Köln (Hoher Dom), Hansjörg Albrecht (Orgel)

    choralvorspiel LI (kyrie XI, orbis factor), 6 Min
    Uraufführung 13.9.2020 Hamburg (St. Johannis-Harvesterhude), Hansjörg Albrecht (Orgel)

    choralvorspiel LIII (allein gott in der höh’ sei ehr), 10 Min
    Uraufführung 18.5.2022 Dresden (Hofkirche), Maximilian Schnaus (Orgel)

     

    études
    für klavier solo (2015-), BA 11065

    étude II (martellando), 4 Min
    Uraufführung 12.7.2015 Passau, Yulianna Avdeeva (Klavier)

    étude III (volteggiando), 6 Min
    Uraufführung 15.6.2020 Hamburg (Elbphilharmonie), William Youn (Klavier)

    étude IV (disinvoltamente) 5 Min
    Uraufführung 15.6.2020 Hamburg (Elbphilharmonie), William Youn (Klavier)

Interview

Komponieren als Zwangshandlung

Ein Gespräch mit Philipp Maintz

Michael Töpel: Worin besteht der Auslöser Ihrer kompositorischen Arbeit, gibt es Themen, an denen Sie sich entzünden?

Philipp Maintz: Es ist mittlerweile zu einer Zwangshandlung geworden: Ich kann einfach nicht ohne! Früher stand zunächst der Wille, etwas machen zu wollen im Vordergrund, daraus ist die Notwendigkeit geworden, etwas machen zu müssen. Mit 16 bis 18 Jahren habe ich mich gefragt: Will ich lieber Komponist oder Maler werden? Ich habe mich dann für das Komponieren entschieden, weil das weniger Dreck macht – was nicht stimmt, wenn man die Radierkrümel betrachtet.

Sie radieren aber doch nicht auf dem Computer!

Ich schreibe zunächst alles schön mit der Hand, erst später mit dem Computer.

Warum dann also der Rechner?

Ein einfaches Beispiel: Ich verändere ein rhythmisches Modell, doch multipliziere ich nicht alles mit dem gleichen Faktor, so dass eine simple Vergrößerung dabei heraus kommt, sondern ich suche einen Wert, um den kürzere Tondauern weiter verkürzt, längere entsprechend verlängert werden. Natürlich kann man das auch umständlich mit dem Taschenrechner ermitteln. Hier ist der Computer sehr hilfreich, vor allem, wenn man sich ein entsprechendes Programm geschrieben hat, in das man nur den „Spreiz-Stauch-Faktor“ eingeben muss, um sofort das Ergebnis zu erhalten. Mit dem neuen rhythmischen Modell gehe ich dann wie ein Maler um, der sich die Farben angemischt hat. Aber den größeren Nutzen in der Verwendung des Computers beim Komponieren sehe ich darin, dass er mir immer wieder die Fragestellung abverlangt: Was will ich eigentlich? Der Rechner druckt mir nicht eigenständig die Partitur aus, vielmehr muss ich ihm ständig eingeben: Das sollst du machen. Ich gehe von Regeln aus, die ich selbst aufstelle und anwende. Beim Überprüfen des Ergebnisses greife ich überall dort ein, wo mir etwas nicht gefällt, ich „entregle“ dann, streiche, verändere so, wie es mir instinktiv richtig erscheint. Vielleicht stoße ich dabei auf Lücken oder Schwächen im Konzept. Dann muss ich die Regeln differenzieren.

Wie integrieren Sie Gesangstexte in eine solche Vorgehensweise? Welche Erfahrungen konnten Sie bei der Komposition der ersten fertig gestellten Nummer aus dem Zyklus „Septemberalbum“ nach Gedichten von Ron Winkler machen?

Lyrik kaufe ich gern stößeweise. Ich erlebe es so, dass ich einen dieser Gedichtbände aufschlage, und wenn es nicht gerade „Krempel“ ist, dann imaginiere ich beim Lesen entweder direkt Musik oder es ergibt sich ein Aura-Abdruck, den eine Musik hinterlassen könnte, ohne dass ich zunächst weiß, wie sie wirklich klingt. Gerade dies ist noch spannender, da ich dann gefordert bin nachzuforschen, welcher Klang zu diesem Abdruck gehört oder passt. Ron Winklers Gedichte haben mich mit ihrer zerbrechlich-gläsernen Sprache spontan angesprungen, da ich mich ihnen mit meinem Komponieren nahe fühle. Gleich beim ersten Lesen hatte ich den Eindruck: Das schreit danach, gesungen zu werden!

Wie gelingt es Ihnen, bei der Verbindung von Wort und Musik die semantische Ebene des Textes zu wahren?

Ich habe dem Gedicht den Sprechrhythmus entrissen, ihn durch meine üblichen Algorithmen gejagt, einen großen Berg Material dazu angelegt und dann mit dem Pinsel gezeichnet, wie ich es haben möchte. Der ganze Klaviersatz ist letztlich bestimmt aus Ableitungen des Sprechrhythmus. Ein Gedicht gibt einem eine gewisse Struktur vor. Warum soll ich mir als Komponist beim Andocken diese Struktur nicht nutzbar machen, indem ich sie in Musik übertrage?

Ist dieser Zyklus „Septemberalbum“ eine Station auf dem Weg, der Sie in Richtung Bühnenwerk führen soll?

Ja, ganz klar! Mich fasziniert das Musiktheater sehr!

Sie sprechen von „Musiktheater“, höre ich daraus ein Umgehen des Begriffs „Oper“?

Ich werde das Ding, das wahrscheinlich jeder andere als „Musiktheater“ bezeichnen würde, „Oper“ nennen. Von der Konzeption her stelle ich mir einen offenen Beginn vor mit Live-Elektronik oder einer Art Klanginstallation im Foyer, von dem aus sich das Geschehen in den Saal verlagert. Die Idee, der Anstoß kam von Peter Ruzicka. Ich war dafür sehr schnell zu haben, wobei mir ein „Grundgefühl“, wie eine solche Oper beschaffen sein könnte, durch den Sinn geisterte. Ein wenig bin ich bestimmt von der Vorstellung, dass meine Oper ein Stück weit auch ein „Kommentar zur Zeit“ sein möchte …

Als schöpferischer Mensch entdecken Sie sich vermutlich stets auf der Suche nach Inspirationsgebern oder Stimulanzen.

Ich gehe noch einen Schritt weiter, denn ich habe das Gefühl, meine Umwelt wie durch ein Sieb wahrzunehmen, auf dem alles unter diesem Aspekt geprüft wird: Kann ich’s gebrauchen oder nicht? Das können auch mathematische, physikalische Dinge sein. Ich habe mich für eine Weile durch Fraktalmathematik „gefressen“, wobei ich nicht alles verstanden habe, doch hat dies in mir einen Widerhall ausgelöst, der für mich nützlich war, indem er eine Reibefläche für einige Ideen gewesen ist.
Und dies führt wieder zur Oper: Nehmen wir hierfür die Metapher einer Landschaft, in der verschiedene Personen stehen, die ihren Zustand beschreiben, die Handlung erwächst aus diesen Beschreibungen und aus deren Verknüpfung. Aus der Beschäftigung mit der Theorie der Relativität des Raumes und des Zeitverlaufs in Umgebung von Massekörpern hat sich für mich ein Bild ergeben: „Oper“ stelle ich mir als Gebäude vor, in dem diese „Massekörper“ stehen, die durch ihre pure Anwesenheit den Raum verziehen und verzerren …

… indem sie sich äußern.

Genau! So etwas hinterlässt Spuren und gerät zu einem höchst dynamischen Verlauf. Wenn man einen Stein ins Wasser wirft, ist die Oberfläche hinterher auch nicht mehr die gleiche wie vorher.

Das Gespräch wurde am 17. März 2006 in Berlin geführt.

aus: Takte 1/2006 (S. 2-3)

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