Etappenziel in Halle
Der 100. Band der Hallischen Händel-Ausgabe ist erschienen

Opera Omnia
Jean-Philippe Rameau (1683-1764) ist eine der markantesten Persönlichkeiten der Barockzeit. Als Theoretiker wie als Wissenschaftler international anerkannt, hinterließ er ein umfangreiches Œuvre, das bis heute teilweise unveröffentlicht blieb.
Der erste Versuch, die Werke Rameaus zu publizieren, wurde im 18. Jahrhundert von Jacques-Joseph-Marie Decroix unternommen, der als bedingungsloser Verehrer des Komponisten zahlreiche seiner Manuskripte sammelte. Es folgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Gesamtausgabe bei Durand unter der Leitung von Camille Saint-Saëns. Diese blieb jedoch unvollständig.
Seit 1991 baute Sylvie Bouissou im CNRS die Opera omnia von Rameau programmatisch auf. Sie gründete eine internationale wissenschaftliche Gruppe sowie die Société Jean-Philippe Rameau, die 1992 die Unterstützung der Fondation France télécom erhielt. Seit 1993 erhalten die Opera omnia von Rameau finanzielle Unterstützung der Musica Gallica (Ministère français de la Culture, Fondation Francis et Mica Salabert). Die ersten Bände erschienen bei Billaudot; seit 2003 ist die Société Jean-Philippe Rameau Verleger der Opera omnia von Rameau und hat den weltweiten Vertrieb dem Bärenreiter-Verlag übertragen.
Die Edition Opera omnia Rameau (OOR) veröffentlicht erstmals sämtliche musikalische Werke Jean-Philippe Rameaus unter Berücksichtigung sowohl wissenschaftlicher Kriterien als auch der Anforderungen der musikalischen Praxis. Sie verzeichnet, erforscht und kommentiert dabei alle musikalischen, literarischen und ikonographischen Quellen. Zu allen Bühnenwerken erscheinen Klavierauszüge (käuflich) und Aufführungsmateriale (leihweise).
Für diese Ausgabe sind folgende Bezugsmöglichkeiten vorhanden:
Bezug einzelner Bände
Gesamtsubskription (ca. 20% Preisvorteil),
Teilsubskription von Serie IV, Bühnenwerke (ca. 15% Preisvorteil).
Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an unseren Kundendienst.
Der 100. Band der Hallischen Händel-Ausgabe ist erschienen
Händels Oper „Giustino“ wird im neuen Band der Hallischen Händel-Ausgabe in zwei Fassungen vorgelegt: der Hauptteil enthält die Fassung der Uraufführung, der Anhang bietet Interpretinnen und Interpreten die Möglichkeit, die Erstfassung kennenzulernen.
Franz Schuberts Bühnenwerke konnten nie fest ins Repertoire gelangen. Und doch bieten die interessanten Beispiele romantischer Opernästhetik – auch im Hinblick auf das Schubert-Gedenkjahr 2028 – vielfältige Möglichkeiten für Inszenierungen.
Wolfgang Hirschmann erhält für seine grundlegende Erforschung und Edition der Werke Telemanns den Georg-Philipp-Telemann-Preis der Stadt Magdeburg.