Schwäbischer Weltbürger

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Der Chorleiter und Dirigent Helmuth Rilling ist gestorben

„Ein Leben mit Bach“ war der Titel des Gesprächsbandes von Helmuth Rilling und Hanspeter Krellmann, der 2013 bei Bärenreiter und Henschel erschien. Kürzer kann man nicht zusammenfassen, was Rilling als seine Sendung betrachtete und was er für die Musikwelt bedeutete. Nun ist der Dirigent am 11. Februar im Alter von 92 Jahren gestorben.

Rilling wurde am 29. Mai 1933 in Stuttgart geboren, gründete 1953 die Gächinger Kantorei, die er in den folgenden Jahren zu Weltruhm führte, studierte Kirchenmusik in seiner Heimatstadt. Nach verschiedenen Zwischenstationen war 1981 die Gründung der Internationalen Bachakademie Stuttgart die entscheidende Wegmarke in Rillings weiterer Vita. Bis 2013 leitete er die Einrichtung und schuf sich hier die Plattform, die es ihm ermöglichte, die Werke Johann Sebastian Bachs und vieler anderer Komponisten so aufzuführen, wie es ihm vorschwebte: „Ich konnte mein ganzes Leben hindurch immer das machen, was ich für richtig hielt“, sagte er einmal in einem Interview. Seine Kraft war schier unerschöpflich. Konzerte auf allen Kontinenten und eine umfangreiche diskographische Liste zeugen davon.

Dem Bärenreiter-Verlag war Rilling durch das Buch „Leben mit Bach“, durch frühe Schallplattenaufnahmen für das Label „Musicaphon“, durch seine Tätigkeit von 1988 bis 2003 als Mitherausgeber der Zeitschrift „Musik & Kirche“ und natürlich durch die Liebe zur Musik Johann Sebastian Bachs verbunden.

Den Angehörigen gilt die herzliche Anteilnahme der Verlegerfamilie sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bärenreiter-Verlages. (Fotos: Bachakademie/Holger Schneider)

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