„Bayreuth als Theater“ ist Buch des Jahres
Stephan Möschs große Studie über die Geschichte der Bayreuther Festspiele wurde von der Fachzeitschrift Opernwelt zum „Buch des Jahres“ 2026 gekürt. Mit deutlichem Abstand erhielt „Bayreuth als Theater“ die meisten Nennungen der internationalen Kritikerinnen und Kritiker.
Die Bayreuther Festspiele feiern 2026 ihr 150-jähriges Bestehen. Pünktlich zu diesem Jubiläum widmet sich Stephan Mösch in seinem Buch „Bayreuth als Theater. Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte“, einer Koproduktion von Bärenreiter und Metzler, der wechselvollen Geschichte des Grünen Hügels – und fragt danach, wie und warum sich die ästhetischen und gesellschaftlichen Bedeutungen Bayreuths im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.
Für das Jahrbuch 2026 hat die Fachzeitschrift Opernwelt nun die herausragendsten Leistungen und Ereignisse der vergangenen Saison in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Neben Opernhaus, Sängerin und Sänger, Regie, Dirigat, Uraufführung und Aufführung werden unter anderem auch Wiederentdeckung, Bühne, Kostüme, Orchester, Chor sowie CD/DVD gewürdigt. In der Kategorie „Buch“ konnten Journalistinnen und Journalisten sowie Kritikerinnen und Kritiker aus aller Welt einen eigenen Vorschlag einreichen.
Dabei setzte sich Stephan Möschs „Bayreuth als Theater“ mit deutlichem Abstand durch.
In seiner Würdigung im Opernwelt-Jahrbuch bezeichnet Jürgen Otten das Buch als „umfang- und kenntnisreiche Studie“ und hebt Möschs besondere Expertise in Sachen Wagner hervor. Die Jury würdigte insbesondere die umfassende Auseinandersetzung mit der Geschichte der Festspiele und kürte den Band zum „Buch des Jahres“.
Bayreuth als Theater
Mösch geht es dabei nicht um eine rein chronologische Festspielgeschichte. In 25 Kapiteln untersucht er zentrale Aspekte der Bayreuther Geschichte und zeigt, wie sich die Sinnhorizonte der Festspiele verschoben haben. Im Mittelpunkt steht der Wandel des Umgangs mit Wagner – diesseits und jenseits der Bühne, von den Anfängen 1876 bis in die Gegenwart.
Dabei greift der Autor auf zahlreiche Quellen zurück, darunter bislang unveröffentlichte Dokumente aus Archiven und privaten Nachlässen. So entsteht ein facettenreiches Bild von Bayreuth als Ort künstlerischer, ästhetischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen.
Stephan Mösch, Professor für Ästhetik, Geschichte und künstlerische Praxis des Musiktheaters an der Hochschule für Musik Karlsruhe, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Wagner und dem Musiktheater. Bereits seine Studie „Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. Wagners ›Parsifal‹ in Bayreuth 1882–1933“, ebenfalls bei Bärenreiter erschienen, wurde mehrfach ausgezeichnet.
Mit „Bayreuth als Theater“ legt Mösch nun eine umfassende Studie vor, die die 150-jährige Geschichte der Festspiele aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet – und die Opernwelt-Kritikerumfrage mit großem Vorsprung für sich entscheiden konnte.
Wir gratulieren Stephan Mösch herzlich zu dieser Auszeichnung!

