Banner mit den Farben der Bärenreiter Urtext Ausgaben

BÄRENREITER URTEXT

Was kann ich von einer Bärenreiter Urtext-Ausgabe erwarten?

Ein zuverlässiger Notentext reicht nicht aus, damit eine Ausgabe das Prädikat BÄRENREITER URTEXT verdient.

Unverzichtbare Bestandteile sind:

  • ein klares, übersichtliches Layout und ein benutzerfreundliches Format
  • ein makelloser Notenstich
  • praxisgerechte Wendestellen und Stichnoten
  • bei Solowerken für Streicher zusätzliche Stimmen mit Fingersätzen und Strichbezeichnungen
  • übersichtliche, gut spielbare Klavierauszüge für Solokonzerte und Vokalwerke

Zusätzliche Vorteile unserer Printausgaben:

  • Ausklappseiten dort, wo Sie sie brauchen
  • exzellente Druckqualität
  • hochwertiges Papier, das Blendeffekte durch das Licht im Konzertsaal verhindert
  • zuverlässige Bindung für lange Haltbarkeit und häufigen Gebrauch
  • solide Qualität „Made in Germany“
Buchrücken der Bärenreiter Urtext-Ausgaben

Warum Bärenreiter Urtext

Denken Sie an die vielen Stunden, die Sie mit Üben und Proben für Unterricht und Konzerte verbringen. Können Sie wirklich sicher sein, dass Sie spielen, was der Komponist im Sinn hatte?

Tatsächlich wurden musikalische Werke häufig nach dem Geschmack der Zeit ediert, was zu einer allmählichen Abweichung von den Vorstellungen des Komponisten führen konnte. So spielen und singen wir noch heute oft aus alten, fehlerhaften Ausgaben mit vielfältigen Herausgeberzusätzen. Möchten Sie Ihre Zeit und Energie mit solchen Noten vergeuden?

Auf den Bärenreiter Urtext können Sie sich verlassen.

Was ist eine Urtext-Ausgabe?
Ist sie nicht einfach eine Abschrift des Autographs?

Die Bezeichnung Urtext beschreibt einen Notentext, der dem Willen des Komponisten so nah wie möglich kommt. Man könnte leicht meinen, dazu müsse  man nur das Autograph des Komponisten in moderne Notenschrift übertragen. Zugegeben, im Falle einiger Komponisten mit einer unsauberen Handschrift  kann selbst das schon eine schwierige Aufgabe sein. Aber es geht um viel mehr als das. Was ist zu tun, wenn das Autograph nicht erhalten ist und die einzigen Quellen, die uns zur Verfügung stehen, posthum entstanden sind und sich vielleicht sogar widersprechen? Was, wenn der Komponist an den Stimmen, die  für die erste Aufführung verwendet wurden, oder an den Korrekturfahnen für den Erstdruck Korrekturen vorgenommen hat? Oder wenn der Komponist das Werk für eine spätere, andere Aufführungssituation überarbeitet hat? In diesen Fällen kommen andere Quellen ins Spiel, die  berücksichtigt werden müssen, und das Autograph kann nicht die Hauptquelle sein.

Bärenreiter scheut weder Kosten noch Mühen, wenn es darum geht, alle verfügbaren Informationen zusammenzutragen und auszuwerten.

Unverzichtbarer Bestandteil jeder Urtext-Ausgabe ist der Kritische Kommentar, in dem alle editorischen Entscheidungen und Unstimmigkeiten zwischen den Quellen akribisch festgehalten werden. Nur so kann sich das wahre Genie des Komponisten und seines Werks offenbaren.

Ein konkretes Beispiel

Franz Schuberts Symphonie Nr. 4 („Tragische“) wurde 1816 komponiert und erstmals in den 1880er Jahren von Johannes Brahms im Rahmen der alten Schubert-Gesamtausgabe veröffentlicht.

Hier sieht man die 1. Seite des letzten Satzes (A, die autographe Seite), wo Schubert ein musikalisches Motiv verwendet, das „der Vorhang“ genannt wird; in der Fagottstimme erklingt eine zarte, aufsteigende Melodie (i), während alle anderen Bläser und Hörner nur Haltetöne spielen. Die Dynamik ist „piano“. So entsteht der Eindruck, dass das Orchester hinter einem Vorhang sitzt und darauf wartet, dass dieser sich hebt und die Aufführung beginnen kann.

Entweder kannte Brahms diese „Vorhang“-Technik nicht und nahm an, dass Schubert den Anfang des Satzes nicht vollständig ausgearbeitet hatte, oder er war nicht damit einverstanden. Wie dem auch sei, Brahms schrieb „beide Fagotti“ über die Melodie (ii) und kopierte diese Melodie auch in die Violoncellostimme (iii), was seiner Meinung nach der Musik mehr Wirkung verlieh.

Diese Erstausgabe war der einzige verfügbare Notentext bis 1990, als Bärenreiter die Symphonie in der Neuen Schubert-Ausgabe veröffentlichte. Unsere Urtext-Ausgabe (BA05604) gibt zum ersten Mal wieder, was Schubert ursprünglich beabsichtigte (B). Die Musik wurde „entschlackt“ und wird ohne die Melodie in den Violoncelli und dem zweiten Fagott präsentiert. Sie hat nun eine ganz andere Wirkung.

Die Bärenreiter Urtext-Ausgabe wird damit erstmals Schuberts Intention gerecht.

Warum ist die Aufführungspraxis so wichtig …
… auch wenn Sie auf einem modernen Instrument spielen?

Wussten Sie, dass musikalische Symbole, die uns sehr vertraut sind, im Laufe der Zeit ihre Bedeutung verändert haben könnten? Ein Crescendo-Zeichen steht heute zum Beispiel eindeutig für ein allmähliches Lauterwerden – vor 150 Jahren konnte es jedoch auch bedeuten, dass das Tempo leicht angezogen werden sollte.

Seit Hunderten von Jahren verwenden Komponisten so ziemlich die gleichen musikalischen Symbole. Was sich über die Zeit hinweg gewandelt hat, ist ihre Bedeutung. Um die Manuskripte der Komponisten richtig lesen und verstehen zu können, muss man auch die historischen Konventionen und die Aufführungspraxis der jeweiligen Epoche berücksichtigen.

Welche Rolle spielten Rhythmus, Timing und agogische Schattierungen in einer bestimmten Zeit und für bestimmte Komponisten? Was bedeuteten Punkte, Striche oder Akzente, wie wurden Arpeggien ausgeführt, was galt als angemessenes Vibrato, und welche Erwartungen gab es in Bezug auf Verzierungen und Improvisation?

Bärenreiter hat das Ziel, die Botschaften zu entschlüsseln, die Komponisten mit ihrer Notation vermitteln wollten. Deshalb enthalten viele unserer Urtext-Ausgaben Informationen zur historischen Aufführungspraxis. Selbst wenn Sie auf einem modernen Instrument spielen, erhalten Sie damit tiefere Einblicke in das Wesen der Musik – so, wie der Komponist sie sich vorgestellt hat.

Eine Investition in die Zukunft

Bärenreiter aktualisiert seine Ausgaben regelmäßig, um neue Quellen und Forschungsergebnisse zu berücksichtigen. Mit veralteten Ausgaben oder Nicht-Urtext-Ausgaben, oft auch als kostenlose Downloads und illegale Kopien angeboten, kommen Ihre Aufführungen zu kurz.

Bauen Sie Ihre persönliche Musikbibliothek mit Bärenreiter Urtext-Ausgaben auf.

Machen Sie sich unsere gedruckten und digitalen Editionen zu eigen. Profitieren Sie von unserer Expertise, und ergänzen Sie Ihre persönlichen Markierungen und Kommentare, auf die Sie ein Leben lang zurückgreifen können.

Eine Bärenreiter Urtext-Ausgabe ist eine Investition in Ihre Zukunft.

Weitere ausführliche Informationen zu unserem Urtext können Sie in diesem Artikel nachlesen.

YOUR NEXT PERFORMANCE
IS WORTH IT.

Suche im eMagazin
Warenkorb Icon SHOP